Bachsaibling

Salvelinus fontinalis (HITCHILL, 1814)

Biologie

Wie die Regenbogenforelle wurde der Bachsaibling um 1880 nach Europa gebracht. Seine ursprüngliche Heimat ist das östliche Nordamerika vom 32. bis zum 55. Breitengrad. Er stellt ähnliche Ansprüche an sein Gewässer wie die Bachforelle. Bevorzugt werden kühle, sauerstoffreiche und schnellfließende Gewässer der Forellenregion. Hier ernährt er sich von Kleinkrebsen, Insekten- und Amphibienlarven. Im Alter stellt er auch kleinen Fischen und Amphibien nach.

Verbreitung / Gefährdung
Verbreitung in Europa:

In Europa keine natürliche Verbreitung!

Vorkommen in Deutschland:

Wie die Regenbogenforelle wurde der Bachsaibling um 1880 in Deutschland eingeführt. Seitdem wird er als Satzfisch in der Forellenregion besetzt. So ist er über ganz Deutschland verbreitet und bildet lokal Vorkommen, die sich selbst reproduzieren.

Gefährdungsfaktoren:

Als nicht einheimische Art ist der Bachsaibling nicht gefährdet. Er stellt bei Besatz in Seen mit natürlichem Seesaiblingbestand eine Gefährdung für diesen dar.

Schutz:

Beim nicht einheimischen Bachsaibling sind keine Schutzmaßnahmen notwendig.

Fortpflanzung

Wie die Bachforellen suchen auch die Bachsaiblinge stromaufwärts gelegene Bachabschnitte auf. An den Laichplätzen werden ebenso Laichgruben angelegt. Die dort abgelegten Eier werden dann durch Wirbelbewegungen der Elterntiere in den Kiesgrund eingewühlt. Die Entwicklung bis zum Schlupf dauert bei Wassertemperaturen um 5° C ungefähr 100 Tage. Bei diesen Temperaturen zehren die Larven bis zu 40 Tage von dem Dottersack, um dann zur aktiven Futteraufnahme überzugehen.

Anzahl Eier pro Weibchen: 2.000 pro kg Körpergewicht
Eigröße: 4 mm
Fortpflanzungszeit: Oktober – März
Geschlechtsreife: M: 2. Jahr; W: 3. Jahr
TagesgradeTagesgrade Tagesgrade sind die Summen der Tageswassertemperaturen über die Entwicklungszeit von Fischeiern: 420
Bestimmung

Die Körperform des Bachsaiblings ist hochrückiger als die der Bachforelle und im Alter gedrungener. Die endständige Maulspalte reicht bis hinter die Augen. Der Rücken ist blaugrün marmoriert. Die Seiten besitzen gelbliche und rote Punkte. Die orange gefärbten Brust-, Bauch- und Afterflossen weisen einen weiß-schwarzen Vordersaum auf.

Flossenstrahlen:

Rückenflosse 12 – 14
Schwanzflosse 19
Brustflosse 11 – 14
Bauchflosse 8
Afterflosse 12 – 14
FettflosseFettflosse Flosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse vorhanden

Anzahl Schuppen auf SeitenlinieSeitenlinie Das Seitenlinienorgan ist eines der Hauptsinnesorgane der Fische. Namensgebend ist die bei vielen Fischen als eine Aneinanderreihung von Poren (= Laterallinie) an den Körperlängsseiten erkennbare Linie.:   160-225 Schuppen

Wachstum
Literatur

Fische, Neunaugen und Flusskrebse in den Binnengewässern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz