Sonnenbarsch

Lepomis gibbosus (LINNAEUS, 1758)

Andere deutsche Namen:
Sonnenfisch

Biologie

Mit einigen anderen Perciden (Barschartige) wurde auch der Sonnenbarsch 1877 nach Deutschland eingeführt, um ihn hier als Aquarienfisch zu etablieren.Durch leichte Nachzucht in Freilandteichen, aber auch mit gezieltem Besatz gelangte der Sonnenbarsch in die Freilandgewässer. Hier bevorzugt er wie in seiner nordamerikanischen Heimat Teiche, Weiher, sommerwarme Seen und ruhig fließende Flüsse, insbesondere deren Altarme. Sonnenbarsche leben vorzugsweise bodenorientiert in ca. 1-2 m tiefen Gewässerabschnitten. Den Winter verbringen sie in noch tieferem Wasser über dem Grund. Nahrungsgrundlage sind kleine wirbellose Bodentiere wie Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse. In seinen Heimatgewässern bildet der Sonnenbarsch große Populationen. Als Nahrungskonkurrent und Laichräuber ist er als nicht einheimische Art oft eine große Gefährdung für den einheimischen Fischbestand.

Verbreitung / Gefährdung
Verbreitung in Europa:

In Europa keine natürliche Verbreitung!

Vorkommen in Deutschland:

Als beliebter Aquarienfisch ist er in Deutschland wohl durch Aquarianer ausgesetzt worden und hat sich in sommerwarmen, stehenden Gewässer über ganz Deutschland verbreitet.

Gefährdungsfaktoren:

Als nicht einheimische Art ist der Sonnenbarsch nicht gefährdet, stellt jedoch als solche eher einen potentiellen Gefährdungsfaktor dar. Sie ist Nahrungs- und Lebensraumkonkurrent zu einheimischen Arten.

Schutz:

Als nicht einheimische Art muß der Sonnenbarsch nicht durch Schutzmaßnahmen gefördert werden.

Fortpflanzung

Zur Laichzeit zeigen die Männchen ein ausgeprägtes Revierverhalten und legen inmitten ihres Reviers an flachen Uferstellen eine Grube an. In dieses primitive Nest legt das Weibchen seine Eier ab. Männchen und Weibchen bewachen in den folgenden Tagen die Eier und die nach 2-3 Tagen schlüpfende Brut. Erst wenn die Larven ihren Dottersack aufgebraucht haben, verlassen sie die Nestgrube.

Anzahl Eier pro Weibchen: bis 3.000
Eigröße: ca. 1,0 mm
Fortpflanzungszeit: Mai – August
Geschlechtsreife: 2. Jahr
Bestimmung

Der hochrückige Rumpf des Sonnenbarsches ist seitlich stark abgeflacht. Die großen Kammschuppen bedecken den ganzen Körper, Kiemendeckel und Wangen sind ebenso beschuppt. Das relativ kleine Maul ist endständig, zeigt jedoch schräg nach oben. Der vordere Teil der zweigeteilten Rückenflosse besteht aus Stachelstrahlen. Auffällig ist seine bunte Färbung, die er das ganze Jahr über behält und die beim Männchen zur Laichzeit noch kräftiger wird. Der Rücken ist olivgrün bis olivbraun gefärbt. Die Seiten sind bläulich opaleszierend und mit orangefarbenen Flecken besetzt. Am Ende des Kiemendeckels sitzt ein schwarzumrandeter großer, roter Fleck. Der Sonnenbarsch erreicht bei uns eine durchschnittliche Länge von 15 cm, maximal wird er bis zu 25 cm groß.

Flossenstrahlen:

Rückenflosse X / 10 – 12
Schwanzflosse 19
Brustflosse 12 – 14
Bauchflosse I / 5
Afterflosse III / 8 – 11
FettflosseFettflosse Flosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse keine

Anzahl Schuppen auf SeitenlinieSeitenlinie Das Seitenlinienorgan ist eines der Hauptsinnesorgane der Fische. Namensgebend ist die bei vielen Fischen als eine Aneinanderreihung von Poren (= Laterallinie) an den Körperlängsseiten erkennbare Linie.:   35 – 46 Schuppen

Wachstum
Literatur

Fische, Neunaugen und Flusskrebse in den Binnengewässern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz