Regenbogenforelle

Oncorhynchus mykiss (WALBAUM, 1792)

Andere deutsche Namen:
Stahlkopf-Forelle, Regenbogner, Teichlachs

Biologie

Die Regenbogenforelle ist ein im Vergleich zu den einheimischen Vertretern der Salmoniden relativ anspruchsloser Fisch. Sie wurde um 1880 aus nordamerikanischen Gewässern nach Deutschland gebracht und hat sich besonders in der Forellenzucht etabliert. Als schnellwüchsiger Fisch wird er gerne in Forellengewässern besetzt. Hier kann er zu einem Gefährdungsfaktor für einheimische Fische werden. Jungfische ernähren sich von wirbellosen Tieren, die adulten Tiere auch von Fischen und Amphibien.

Verbreitung / Gefährdung
Verbreitung in Europa:

In Europa keine natürliche Verbreitung!

Vorkommen in Deutschland:

Ursprünglich aus dem Westen von Nordamerika stammend, wurde die Regenbogenforelle wie auch der Bachsaibling um 1880 in Deutschland eingeführt. Seitdem wird er als Satzfisch in der Äschen- und Forellenregion besetzt. So ist er über ganz Deutschland verbreitet und bildet inzwischen auch regional natürlich reproduzierende Bestände.

Gefährdungsfaktoren:

Als nicht einheimische Art ist die Regenbogenforelle nicht gefährdet, stellt jedoch als solche eher einen potentiellen Gefährdungsfaktor für einheimische Salmoniden dar. Sie ist Nahrungs- und Lebensraumkonkurrent einheimischer Arten.

Schutz:

Als nicht einheimische Art muß die Regenbogenforelle nicht geschützt werden.

Fortpflanzung
Glasaale

Eine natürliche Reproduktion findet in den Gewässern Deutschlands nur selten statt. Findet eine Vermehrung statt, schlägt das Männchen eine Laichgrube, in die das Weibchen seine Eier ablegt. Die Eier werden vom Weibchen mit Laichsubstrat abgedeckt.

Anzahl Eier pro Weibchen: ca. 2.000 pro kg
Eigröße: 3,5 – 6 mm
Fortpflanzungszeit: November – Mai
Geschlechtsreife: 2. – 3. Jahr
TagesgradeTagesgrade Tagesgrade sind die Summen der Tageswassertemperaturen über die Entwicklungszeit von Fischeiern: 340
Bestimmung

Die Regenbogenforelle ist ein leicht hochrückiger Salmonide, dessen endständige Maulspalte bis hinter das Auge reicht. Die Art ist sehr formenreich. Typisch ist jedoch die rosa- bis rotfarbene Seitenfärbung. Kopf, Rücken, Seiten sowie Rücken-, Fett- und Schwanzflossen sind dicht mit schwarzen Punkten bedeckt. Der Bauch ist weiß gefärbt. Die Männchen bilden im Alter einen Laichhaken am Unterkiefer aus.

Flossenstrahlen:

Rückenflosse 14
Schwanzflosse 19
Brustflosse 13
Bauchflosse 9
Afterflosse 13
FettflosseFettflosse Flosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse vorhanden

Anzahl Schuppen auf SeitenlinieSeitenlinie Das Seitenlinienorgan ist eines der Hauptsinnesorgane der Fische. Namensgebend ist die bei vielen Fischen als eine Aneinanderreihung von Poren (= Laterallinie) an den Körperlängsseiten erkennbare Linie.: 125-160 Schuppen

Wachstum
Literatur

Fische, Neunaugen und Flusskrebse in den Binnengewässern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz