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akt.: 2. Jan. 2010

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Seeforelle
Salmo trutta f. lacustris LINNAEUS, 1758

Seeforelle (Salmo trutta f. lacustris)
© Dr. R. Berg
Deutsche lokale Trivialnamen:
Illanke, Silberlachs, Ferchen, Blauforelle, Rheinanke, Lachsforelle, Silberforelle, Schwebforelle, Maiforelle, Maiföhre, Ferndl
Englisch:Lake Trout
Französich:Truite de lac
Russisch:Osernaja Forelj

weiterführende Literatur



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Wie die Bachforelle ist auch die Seeforelle eine nicht ins Meer abwandernde Unterart der Stammform Salmo trutta. Sie bevorzugt kühle, sauerstoffreiche Seen, wie viele Seen des Voralpen- und Alpengebietes bis in Höhen von 1.800 m. Die Seeforellen halten sich vor allem im Freiwasser von Seen auf und ernähren sich zum größten Teil von Fischen, jüngere Seeforellen fressen auch Zooplankton. Sie erreichen Körperlängen von mehr als 1 m. Seeforellen sind bei Berufs- und Angelfischern sehr begehrt.


Verbreitung in Europa:
Bewohner der Voralpen- und Alpenseen, aber auch in Skandinavien, den Britischen Inseln und Irland beheimatet.

Vorkommen in Deutschland:
In Deutschland vor allem auf Seen des Voralpens- und Alpengebietes begrenzt. Hier ist sie mindestens potentiell gefährdet, wird aber vielerorts durch Besatzmaßnahmen gestützt. Ebenso durch Besatzmaßnahmen ist sie in viele größere Seen und Baggerseen in Deutschland eingesetzt worden.

Gefährdungsfaktoren:
Wesentlicher Gefährdungsfaktor ist das Abschneiden der Laichgewässer durch Querbauwerke. Die Gewässerbelastung von erreichbaren Gewässerabschnitten führt oft zum Verschlammen der Kiesgründe und macht diese als Laichgewässer unbrauchbar. Der Besatz mit der nicht einheimischen Regenbogenforelle hat ebenso ein hohes Gefährdungspotential, da die Regenbogenforelle ein dominierender Nahrungs- und Laichplatzkonkurrent ist.

Schutz:
Die Durchgängigkeit der "Laichflüsse" und deren gute Wasserqualität sind notwendige Voraussetzungen für die erfolgreiche natürliche Reproduktion der Seeforelle. Auf einen Besatz mit der Regenbogenforelle sollte in den Wohn- und Laichgewässern der Seeforelle verzichtet werden.


Ähnlich wie der Lachs steigen die Seeforellen in die in den Heimatsee mündenden Flüsse auf, wobei sie sich an dem "Geruch" des Wasser orientieren. Ende August beginnt dieser Laichaufstieg. Im Laichgewässer angekommen werden die Eier in vorher ausgeschlagene Laichgruben abgelegt. Die Elterntiere wandern wieder in den See zurück.

Anzahl Eier pro Weibchen:  bis 30.000

Eigröße:  5,0 - 5,5 mm

Fortpflanzungszeit:  Oktober - Dezember

Geschlechtsreife:  M: 3. J.; W: 4. J.

Tagesgrade:  410


Der erwachsene Fisch ist wie alle lachsartigen Fische langgestreckt und im Alter leicht hochrückig. Der Kopf ist gedrungen. Die Schwanzflosse ist bei erwachsenen Tieren nicht eingebuchtet. Der silbern gefärbte Körper besitzt an den Flanken schwarze Flecken, die oft X-förmig sind. Die Seeformen von der Regenbogenforelle lassen sich oft nur schwer von der Seeforelle unterscheiden, jedoch besitzen Regenbogenforellen relativ große dunkle Flecken auf Rücken- und Schwanzflosse, die der Seeforelle fehlen. Im Jugendstadium kann die Seeforelle äußerlich nicht von jungen Bachforellen unterschieden werden.

Flossenstrahlen:

Rückenflosse:  11-15
Schwanzflosse:  19
Brustflosse:  11-16
Bauchflosse:  7-10
Afterflosse:  9-14
Fettflosse:  vorhanden

Anzahl Schuppen auf Seitenlinie:   105-120 Schuppen